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Mobile Payment: Erfolgsmodell für Europa



Mobile Payment: Erfolgsmodell für Europa München (ots) - 100 Millionen Euro jährliches Gebührenpotenzial in Deutschland / Japan als Vorreiter / Kooperationsmodell zwischen Banken, Kreditkarteninstituten, Geräteherstellern und Telekommunikationsunternehmen Grundvoraussetzung für Gelingen / Deutsche Banken könnten dreistellige Millionenbeträge sparen Mobile Payment-Lösungen haben auch in Europa realistische Chancen auf einen erfolgreichen Marktdurchbruch. Nach Einschätzung der internationalen Management- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton weist allein der deutsche Markt für Mobile Payment ein jährliches Gebührenpotenzial für Zahlungsverkehrsabwicklung von 100 Millionen Euro auf. Aktuell werden über 60% aller Transaktionen im deutschen Einzelhandel noch immer mit Bargeld abgewickelt - ein hohes Wachstumspotenzial für bargeldloses Bezahlen. Da nahezu 90% der relevanten Zielgruppe über ein Mobiltelefon verfügen, drängen sich Handy basierte Bezahlverfahren zunehmend in den Vordergrund. Dafür spricht auch, dass die Akzeptanz für Mobile Payment-Lösungen in der Bevölkerung stark zunimmt. Banken, Kreditkartengesellschaften, Gerätehersteller und Telekommunikationsunternehmen in Europa (wie speziell in Deutschland) könnten durch ein innovatives Kooperationsmodell einen durchschlagenden Erfolg erzielen. "Alle Beteiligten haben Interesse an diesem Markt, doch bislang waren die Berührungsängste vor Kooperationen zu groß. Versuche einzelner Unternehmen der Vergangenheit wie Paybox bzw. gerade erst SIMPAY sind gescheitert. Dabei zeigt Japan, wie es schnell und problemlos funktionieren kann", so Telekommunikationsexperte Roman Friedrich. In kurzer Zeit haben NTT DoCoMo und Sony in Japan eine einfache, gerätebasierte Mobile Payment-Lösung etabliert. FeliCa-Handys sind mit einem Sony-Chip ausgestattet. Dieser ermöglicht das Bezahlen per Handy in zahlreichen Geschäften, die über entsprechende Lesegeräte verfügen. Nur fünf Monate nach dem Start des Dienstes verzeichneten die Anbieter Ende 2004 bereits eine Million Teilnehmer. Ende 2005 werden es mehr als zehn Millionen sein. Für die Zukunft setzt NTT DoCoMo noch stärker als bisher auf die Zusammenarbeit mit Banken und Kartengesellschaften. "Die Partner haben ein Geschäftsmodell entwickelt, von dem alle Beteiligten profitieren. Das Positive: Keiner muss die gesamte Verantwortung für große Investitionen alleine tragen!", sagt Johannes Bussmann, der für Banken- und IT-Lösungen verantwortliche Geschäftsführer bei Booz Allen Hamilton. "Das ist auch die Voraussetzung für eine erfolgreiche Verbreitung von Mobile Payment-Lösungen in Europa. Alle Beteiligten, insbesondere die Telekommunikationsunternehmen, sollten sich bewusst sein: Das Bezahlen per Handy ist auch auf der Basis bestehender Infrastrukturen für bargeldloses Bezahlen möglich. Darin liegt der wesentliche Unterschied zu allen bisherigen Mobile Payment-Versuchen" so Bussmann weiter. Es bestehen Geschäftsmodelle, die für alle Player eine Win-Win-Situation bedeuten. Dies spricht entscheidend für eine Erschließung des Mobile Payment-Marktes in Europa. - Gerätehersteller und Mobilfunknetzbetreiber suchen nach Umsatztreibern in Form neuer Services wie etwa Mobile Payment, um so den Geräteabsatz zu fördern bzw. neue Umsatzquellen zu erschließen. Mobiltelefone werden so aufgewertet und rücken weiter in den Mittelpunkt des Alltagslebens. - Gleichzeitig streben Kreditkartengesellschaften kontaktlose Zahlungen mit entsprechenden Chips an. So vereinfachen sie den Zahlungsvorgang auf Basis der gegenwärtig genutzten bargeldlosen Zahlungsverfahren. - Außerdem fördern Banken stark den bargeldlosen Zahlungsverkehr (gerade durch so weit verbreitete Technologien wie Handys), um Kosten zu sparen. Nach Schätzung von Booz Allen Hamilton ließen sich die Bargeldlogistikkosten um bis zu 10% zu senken. Dies entspräche allein in Deutschland einer jährlichen Ersparnis von mehreren hundert Millionen Euro. - Händlern winkt durch Mobile Payment eine weitere Senkung der Kosten pro Zahlungsvorgang ebenso wie die Durchdringung der großen Gruppe der Mobiltelefonierer. Wichtig ist, dass den Geschäften keine größeren Kosten für POS-Infrastruktur entstehen. Booz Allen Hamilton Mit rund 16.600 Mitarbeitern und Büros auf sechs Kontinenten zählt Booz Allen Hamilton zu den weltweit führenden Management- und Technologieberatungen. Das Unternehmen befindet sich im Besitz seiner 250 aktiven Partner. Sechs Büros sind im deutschsprachigen Raum: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Wien und Zürich. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz weltweit auf 3,3 Mrd. US$, im deutschsprachigen Raum auf 190 Mio. Euro. Originaltext: Booz Allen Hamilton

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