Kommunikationsbranche: Der Anteil der Dienstleistungen liegt bei 70%
Wiesbaden (ots) - Die Kommunikationsbranche in Deutschland hat im
Jahr 2005 Waren und Dienstleistungen in Höhe von insgesamt rund 237
Milliarden Euro produziert. Wie das Statistische Bundesamt zu Beginn
der Messe "Systems 2006" in München (23. bis 27. Oktober) mitteilt,
waren es im Jahr 2000 erst rund 226 Milliarden Euro gewesen. Der
Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Produktion lag im Jahr 2000
jedoch noch bei 6,2%, während er im Jahr 2005 nur noch 5,9% betrug.
Diese Angaben beruhen auf Berechnungen im Rahmen der
Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.
Dem Kommunikationsbereich lassen sich einmal Unternehmen zuordnen,
die Waren der sogenannten Informations- und Kommunikationstechnologie
herstellen. Das sind unter anderem Computer, Telefone oder Audio- und
Videogeräte. Dieser Teil umfasste im Jahr 2005 etwa 30% der gesamten
Kommunikationsbranche. Weiterhin haben Unternehmen, die
Dienstleistungen für den Betrieb dieser Geräte erbringen, Anteil am
Geschäft mit der Kommunikation. Das sind die Festnetz- und
Mobilfunkbetreiber sowie die Hersteller von Software. Mit rund 46%
hielten sie knapp die Hälfte der gesamten Produktion des
Kommunikationsbereichs. Der Rest von rund 24% entfiel auf die
Produzenten von Kommunikationsinhalten, also auf die typischen
Dienstleistungen von Verlagen sowie von Rundfunk- und
Fernsehanstalten. Die einzelnen Bereiche der Kommunikationsbranche
entwickelten sich unterschiedlich: Im Zeitraum von 2000 bis 2005
verzeichneten die Teilbereiche Warenproduktion beziehungsweise
Produktion der Kommunikationsinhalte Rückgänge von rund 9%
beziehungsweise 7%; das waren etwa 7 beziehungsweise 4 Milliarden
Euro. Dagegen nahmen die Dienstleistungen für Telekommunikation und
Software vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2005 um rund 25% oder fast 22
Milliarden Euro zu.
Im Jahr 2005 lagen die gesamten Importe aus dem
Kommunikationsbereich bei 99 Milliarden Euro. Das waren rund 42% der
entsprechenden inländischen Produktion und etwa 13% der
gesamtwirtschaftlichen Importe. Die Höhe der Importe speziell von
Waren aus dem Kommunikationsbereich hat sich mit rund 84 Milliarden
Euro gegenüber dem Jahr 2000 nicht verändert. Die restlichen 15
Milliarden der Importe entfielen 2005 auf die Bereiche der
Kommunikationsdienstleistungen.
Bewertet man die Waren aus dem Kommunikationsbereich mit Preisen
des Vergleichsjahres 2000, so hat die inländische Produktion bis zum
Jahr 2005 um 25% zugenommen. Bei den Importen waren es sogar 71%.
Verbesserungen der Ausstattung und Qualität dieser Waren spielen
dabei eine wichtige Rolle.
Weitere Auskünfte gibt:
Ulrich Greiner
Telefon: (0611) 75-2582
E-Mail: ulrich.greiner@destatis.de
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Statistisches Bundesamt
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