iX über Google Earth und World Wind / Planeten-Browser läuten neues
Internetzeitalter ein
Hannover (ots) - Geo-Browser wie Google Earth oder World Wind
könnten sich zur universellen Schnittstelle für ortsbezogene
Informationen aller Art entwickeln und so völlig neue Geschäftsfelder
eröffnen, schreibt das IT-Profimagazin iX in der Ausgabe 12/2005.
Anwendungen zur Visualisierung von Geo-Daten gibt es schon lange.
Bislang fehlte jedoch eine massentaugliche Software, die dem
Endanwender den Sinn und die Zweckmäßigkeit geographischer
Informationen vermittelte. Doch jetzt sind zwei herausragende
Programme aufgetaucht: NASAs Browser World Wind und Google Earth. Das
Open-Source-Programm World Wind ist seit Mitte 2004 erhältlich, die
frei erhältliche Windows-Software Google Earth seit Juni dieses
Jahres. Beide Anwendungen erlauben, einen Planeten seiner Wahl zu
erforschen - bei World Wind momentan Erde, Mond und Mars, bei Google
Earth die Erde, den Mond gibt es als Erweiterung.
Das Betrachten von Satellitenbildern ist zwar ein kurzweiliges,
jedoch endliches Vergnügen, vor allem wenn es nicht andere Daten
ergänzen. Man wird diesen Anwendungen aber nicht gerecht, wenn man
sie lediglich als Bildbetrachter einsetzt. Für Archive und
Datensammlungen jeglicher Art ist die Metapher der Erde als digitales
Modell ein nahe liegendes Konstrukt, denn in ihr steckt das Potenzial
zur Entwicklung eines Universalarchivs für alle Ereignisse dieser
Welt. Es finden sich kaum Informationen, die nicht eine historische
Dimension und damit einen zeitlichen und räumlichen, sprich
geographischen Aspekt besitzen.
Historische Reportagen erhalten durch den Einsatz von Geo-Browsern
eine Qualität, die in Lehre und Ausbildung deutliche Veränderungen
nach sich ziehen dürfte. Vielfältige Einsatzmöglichkeiten bieten sich
beispielsweise in der Stadt- und Regionalplanung und im Tourismus.
"Für kleinere Unternehmen eröffnen sich insbesondere im Bereich
Dienstleistungen rund um die Aufbereitung von Geo-Informationen
Geschäftsmöglichkeiten, die mit denen beim Auftreten von
Internet-Dienstleistungen in den 90er Jahren vergleichbar sind",
meint Henning Behme, stellvertretender iX-Chefredakteur. "Mit
vermehrter Verbreitung der Geo-Browser steigt der Druck, Inhalte an
sie anzupassen und für sie bereitzustellen, um die eigene Wahrnehmung
in der Öffentlichkeit zu erhöhen. (hb)
Titelbild iX 12/2005
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Originaltext: iX-Magazin
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