IT-Studie von Handelsblatt und Droege & Comp.: Renditestarke
Unternehmen investieren stärker in die Informations-Technologie
Düsseldorf (ots) - Unternehmen, die eine im Branchendurchschnitt
höhere Rendite erzielen, investieren mehr in ihre
Informations-Technologie als andere Firmen. Zu diesem Ergebnis kommt
die IT-Studie 2008, die das Handelsblatt, Deutschlands führende
Wirtschafts- und Finanzzeitung, und die Internationale
Unternehmer-Beratung Droege & Comp. heute auf der IT-Messe CeBIT in
Hannover vorstellen. Danach investieren Unternehmen, deren Rendite um
fünf bis zehn Prozent über dem jeweiligen Industriedurchschnitt
liegt, 3,4 Prozent mehr in ihre IT als die übrigen Firmen.
Renditeschwache Unternehmen hingegen investieren sogar weniger als im
Vorjahr. "Das Ergebnis zeigt, wie wichtig Informations-Technologie
ungeachtet aller Debatten über ihre Bedeutung immer noch für den
geschäftlichen Erfolg ist", sagt Torsten Frankenberger, Partner bei
Droege & Comp. Gleichzeitig betreiben diese Unternehmen auch eine
wesentlich exaktere und ausführlichere Messung des strategischen
Erfolgs ihres IT-Einsatzes.
Bei der Bewältigung der wachsenden Anforderungen an die IT setzen
immer mehr Unternehmen auf externe Dienstleistungen. Dies gilt vor
allem für die Entwicklung von Anwendungen. Nach Angaben der
IT-Manager in den befragten 359 Unternehmen mit Sitz in
Deutschland, Österreich und der Schweiz wird der Anteil der externen
Anwendungsentwicklung in diesem Jahr bereits 44 Prozent betragen. Bis
zum Jahr 2011 wird dieser Wert dann auf 46 Prozent steigen.
"Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die mittelgroßen
Unternehmen die Konzerne beim Thema Off-Shoring erstmals überholt
haben", nennt Droege-Partner Frankenberger ein weiteres Ergebnis der
Studie. Unter Off-Shoring verstehen Experten den Einkauf von externen
Dienstleistungen aus entfernten Ländern wie Indien oder China.
Wie in den Jahren zuvor steht die IT-Infrastruktur oben auf der
Agenda der Investitionsprojekte. Bei den Ausgaben für Anwendungen,
also Software, hat sich dagegen eine leichte Verschiebung ergeben.
Hatte im Vorjahr die Stärkung des Vertriebs bei den IT-Budgets der
Unternehmen den Ton angegeben, steht in diesem Jahr die Produktion
mit einem Budgetanteil von 22 Prozent im Mittelpunkt der
Investitionsprojekte. Daneben ist in den Rechenzentren der
Unternehmen das große Aufräumen angesagt. Die Konsolidierung der
IT-Infrastruktur ist für die meisten der Befragten der wichtigste
Stellhebel, um die IT-Kosten weiter zu senken.
Noch relativ verhalten ist die Präsenz des neuen Betriebssystems
von Microsoft. Nur rund ein Prozent der befragten Unternehmen setzt
bereits Vista ein. Bis zum Jahr 2011 wird dieser Anteil auf 14
Prozent steigen. Gleichwohl ist die Dominanz von Microsoft auf den
Tischrechnern und in den Rechenzentren ungebrochen. Daran kann auch
die kleine Renaissance der quelloffenen Linux-Lösung nichts ändern.
Nach einer Stagnation im Vorjahr gehen die befragten IT-Manager davon
aus, dass der Anteil von Linux in den Rechenzentren bis 2011 von
derzeit 13 Prozent auf dann 19 Prozent steigen wird.
Bei Firmensoftware dominiert weiterhin SAP, wobei sich der Wechsel
von R/3-Systemen zu der moderneren Lösung mySAP beschleunigt.
Microsoft macht in diesem Bereich zunehmend Boden gut. Nach dem vor
zwei Jahren erst rund vier Prozent der Befragten die Lösungen des
weltgrößten Software-Konzerns bei der Steuerung ihrer Unternehmen
eingesetzt hatten, ist der Anteil in diesem Jahr auf acht Prozent
gestiegen.
Über die IT-Studie 2008
Bei der Marktstudie "Was bewegt IT-Entscheider 2008" handelt es
sich um eine repräsentative Erhebung, an der 359 IT-Entscheider
teilgenommen haben. Befragt wurden Unternehmen unterschiedlicher
Branchen und Größen. Mit 72 Prozent stellt die Industrie den höchsten
Anteil, 15 Prozent kommen aus dem Bereich Handel/Dienstleistungen, 13
Prozent sind Finanzdienstleister. 43 Prozent der Befragten waren
IT-Entscheider aus größeren mittelständischen Unternehmen mit einem
Umsatz zwischen 100 und 500 Millionen Euro. 34 Prozent kamen aus
Unternehmen mit 0,5 bis 2,5 Milliarden Euro Umsatz, 23 Prozent aus
Großunternehmen mit mehr als 2,5 Milliarden Euro Umsatz. Die
Online-Befragung lief von Dezember 2007 bis Februar 2008. Die
Teilnehmer kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Originaltext: Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
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