IT-Sicherheit kommt zu kurz: Unternehmen vergeuden Zeit mit
Routinearbeiten
Hamburg (ots) - Bei mehr als jedem zweiten Unternehmen in
Deutschland wird die IT-Sicherheit durch Zeitmangel beeinträchtigt.
Der Grund: Häufig sind die IT-Sicherheitsexperten im Tagesgeschäft
mit Routinearbeiten voll ausgelastet. Die Einrichtung wichtiger neuer
IT-Schutz-Maßnahmen, wie beispielsweise Beschränkungen des Zugriffs
auf hochsensible Daten, bleibt dabei auf der Strecke. Gleichzeitig
fehlt ein Beauftragter für IT-Sicherheit, der sämtliche
Sicherheitsmaßnahmen plant und die Umsetzung mit den übrigen
Unternehmensteilen koordiniert. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie
"IT-Security 2008" der Fachzeitschrift InformationWeek, die zusammen
mit Steria Mummert Consulting ausgewertet wurde.
Nur gut jedes zehnte Unternehmen in Deutschland verfügt über einen
Sicherheitsexperten, der sich vorrangig um die aktuellen
Herausforderungen der IT-Sicherheit kümmern kann. Zusätzlich fehlt
den Sicherheitsbeauftragten in jedem vierten Betrieb die nötige
Unterstützung durch die Geschäftsleitung. Die ist allerdings eine
entscheidende Voraussetzung, damit ein für die IT-Sicherheit
verantwortlicher Mitarbeiter in der Praxis eine tatsächliche
Verbesserung des Sicherheitsniveaus erreicht.
Neben dem Zeitmangel werden die für IT-Sicherheit bereitgestellten
Gelder häufig nicht wirksam genug eingesetzt. 47 Prozent der
befragten Fach- und Führungskräfte halten die angeschafften
Sicherheitslösungen für zu teuer im Vergleich zum Nutzen. Die Folge:
Obwohl fast jedes vierte Unternehmen in Deutschland 2008 über ein
größeres IT-Budget als im Vorjahr verfügte, hat sich die
Sicherheitslage kaum verbessert. Nur jedes fünfte Unternehmen stellte
im vergangenen Jahr keine oder einen Rückgang der Sicherheitsverstöße
fest. Genauso viele Firmen verzeichneten im selben Zeitraum einen
Anstieg der Angriffe auf ihre IT-Systeme.
Hintergrundinformationen
An der Studie "IT-Security 2008" nahmen in der Zeit von Mai bis Juli
2008 468 IT-Manager und IT-Sicherheitsverantwortliche aus Deutschland
teil. Die Befragung wurde in Form elektronischer Interviews von der
Fachzeitschrift InformationWeek durchgeführt und mit Unterstützung
von Steria Mummert Consulting ausgewertet.
Originaltext: Steria Mummert Consulting
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