IT-Sicherheit: An jedem dritten erfolgreichen Angriff sind eigene
Mitarbeiter beteiligt
Hamburg (ots) - Ein Drittel aller IT-Sicherheitsverstöße in
Unternehmen wird von den eigenen Mitarbeitern verursacht. Damit hat
sich der Anteil der "hausgemachten" Sicherheitsprobleme seit 2006
annähernd verdoppelt. Zwar gelten Hacker, die Viren und Trojaner
einschleusen, immer noch als Problemquelle Nummer eins. Immer
häufiger sind allerdings Mitarbeiter beteiligt, die unbewusst
bösartige Programme aktivieren. Die Sicherheitslücken entstehen vor
allem, weil die technischen Lösungen nicht mit den organisatorischen
ineinandergreifen: Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik
klappt nicht immer reibungslos. Zu diesen Ergebnissen kommt die
Studie "IT-Security 2007" der InformationWeek, die zusammen mit
Steria Mummert Consulting ausgewertet wurde.
IT-Sicherheit ist keine rein technische Frage: Um einen
vollständigen Schutz vor unbefugten Zugriffen oder Datenverlust zu
gewährleisten, müssen technische Sicherheitsmaßnahmen und korrekte
Bedienung nahtlos ineinanderfassen. Viele Unternehmen stehen vor der
Herausforderung, diese menschliche Komponente des Sicherheitsproblems
zu bewältigen. Denn Voraussetzung dafür, dass alle Mitarbeiter sich
korrekt verhalten, ist eine regelmäßige Schulung. Doch vielerorts
fehlen hierfür noch die Grundlagen. Zwar geben vier von fünf
Unternehmen an, ihre Mitarbeiter über Sicherheitsvorschriften zu
informieren. Allerdings hat nicht einmal die Hälfte der deutschen
Unternehmen ihre Sicherheitsanforderungen auch nur teilweise
schriftlich festgehalten. Nur eines von fünf verfügt über eine
vollständige Beschreibung der Sicherheitsmaßnahmen und -ziele.
Wie schnell sensible Daten nach außen gelangen können, zeigt sich
beispielsweise in der Anzahl mobiler Systeme, die Zugriff auf das
Firmennetzwerk haben. Dazu gehören unter anderem Notebooks, Handhelds
und Mobiltelefone. Im Durchschnitt haben 32 Prozent der Mitarbeiter
ins Netzwerk eingebundene Laptops im Einsatz. Einen PDA verwendet
immerhin noch etwa jeder zehnte Mitarbeiter. Diese Fernzugriffe auf
das Unternehmensnetzwerk stellen für die Unternehmen ein hohes
Sicherheitsrisiko dar. Zusätzlich zu den Gefahren, denen ohnehin
jeder Rechner ausgesetzt ist, kommen bei mobilen Geräten noch die
Risiken einer unzureichenden Verschlüsselung und des einfacheren
unbefugten Zugangs hinzu.
Zumindest ein Teil der Mitarbeiter hat ein gesteigertes
Sicherheitsbewusstsein entwickelt: In 35 Prozent aller Fälle hat ein
Kollege auf versuchte Hackerangriffe hingewiesen oder verdächtige
Dateianhänge gemeldet. Zwei Jahre zuvor lag dieser Anteil noch bei
weniger als 25 Prozent. Die Mehrheit der IT-Angriffe (55 Prozent)
wird jedoch nach wie vor durch die Analyse von Server-
beziehungsweise Firewall-Protokollen aufgedeckt.
Hintergrundinformationen
An der Studie "IT-Security 2007" nahmen in der Zeit von Mai bis Juli
2007 533 IT-Manager und IT-Sicherheitsverantwortliche aus Deutschland
teil. Die Befragung wurde in Form elektronischer Interviews von der
Fachzeitschrift InformationWeek durchgeführt und mit Unterstützung
von Steria Mummert Consulting ausgewertet.
Originaltext: Steria Mummert Consulting
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