IT-Markt: Spielraum trotz Preisdruck / Deloitte-Studie zeigt, wie
IT-Dienstleister erfolgreich bleiben können
München (ots) - Im Markt für IT-Dienstleistungen herrscht seit
Langem hoher Preisdruck, eine Besserung scheint nicht in Sicht.
Zusätzlich treten neue Spieler aus dem Software-Bereich in den
Wettbewerb mit traditionellen IT-Service-Anbietern. Was also können
diese tun, um weiterhin gut im Geschäft zu bleiben? Um
herauszufinden, welche Trends die Entscheider in der Branche aktuell
bewegen, befragte Deloitte freie und konzerngebundene
IT-Dienstleister Deutschlands und Österreichs. Neben Preisdruck und
preisbewusstem Einkauf von IT-Services standen die Themen IT as a
Service, Cloud Computing, Virtualisierung und Green IT im Fokus -
wobei auffällt, dass die viel besprochene Green IT kein neuer Trend
mehr ist. Der klare Vorsprung der Themen Preisdruck und
preisbewusstes Sourcing sind dabei zum einen der Finanzkrise
geschuldet, zum anderen ist der IT-Service-Sektor auch, unabhängig
von den jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen, von sinkenden Margen
geprägt. Generell sind die Dienstleister bei der Gestaltung von
Angeboten und Vertriebsabläufen gut aufgestellt, viele bieten
spezielle Branchenlösungen an. Die meisten haben hier standardisiert
und gestrafft - betriebsinterne Abläufe jedoch bergen häufig noch
Kostensenkungspotenzial.
"Die meisten IT-Dienstleister haben Wege gefunden, um mit dem
zunehmenden Preisdruck umzugehen, in der Regel stimmen sie Angebot
und Vertrieb auf ihre Kunden ab. Intern besteht aber häufig noch
Handlungsbedarf. Über 60 Prozent der Unternehmen haben noch nicht
einmal begonnen, Geschäftsabläufe oder -organisation zu straffen.
Damit bleibt vielen also Spielraum zur Steigerung ihrer
Wettbewerbsfähigkeit", erläutert Robert Horndasch, Deloitte-Partner
im Bereich Technology, Media and Telecommunications (TMT).
Sourcing, SaaS, Green IT, Zertifikate bestimmen den Markt
Vor dem Hintergrund des anhaltenden Preisdrucks im IT-Markt nennen
23 Prozent der Befragten preisbewusstes Sourcing als den derzeit
wichtigsten Markttrend. IT as a Service belegt mit 19 Prozent Platz
zwei. Platz drei, vier und fünf gehen an Cloud Computing,
Virtualisierung und Green IT mit 16, zwölf bzw. elf Prozent. Green IT
belegt den letzten Platz, da die meisten IT-Dienstleister
Umweltschutz zwar als wichtig ansehen, entsprechende Ma&suml;nahmen aber
bereits vor Aufkommen des Trends mittels Nachhaltigkeitsinitiativen
eingeführt haben - lediglich 30 Prozent der Unternehmen sind erst
dabei, sogenannte "Green"-Ma&suml;nahmen umzusetzen. Die Studie hat
ergeben, dass Green IT aktuell weniger von Kunden nachgefragt wird,
als dass vielmehr die IT-Service-Provider aktiv versuchen, sich
selbst und ihre Produkte als "grün" zu präsentieren - der wichtigste
Treiber ist jedoch in der damit verbundenen Kostensenkung zu sehen.
Zwei weitere wichtige Trends zeichnen sich ab: Die Anzahl an
IT-Zertifikaten und -Zertifizierungen ist in den letzten Jahren
stetig gewachsen - es existiert eine "Hyperinflation an
Zertifikaten". Ein Grundstock wird von den Kunden eingefordert,
weitere, spezielle Zertifizierungen sind jedoch nur in Einklang mit
dem strategischen Konzept und der Ausrichtung des
IT-Service-Unternehmens sinnvoll und sollten kritisch auf ihren
Nutzen hinterfragt werden. Zum anderen gewinnt Governance, Risk and
Compliance Management (GRC) stark an Bedeutung. Die Erfüllung der
formalen GRC-Kriterien wird von den meisten IT-Service-Unternehmen
als Pflichtkriterium wahrgenommen.
Dienstleister standardisieren bislang nur ausgewählte
Geschäftsprozesse
Zahlreiche Dienstleister greifen, um ihre Kosten zu senken beim
Vertrieb auf standardisierte Abläufe und ein modulares Angebotswesen
zurück - mit Erfolg. 80 Prozent aller Befragten rechnen mit gleich
bleibenden oder sogar sinkenden Vertriebsausgaben, obwohl die
Anbahnung von Geschäften aufwendiger wird und die Vertragskomplexität
aufgrund anspruchsvollerer Kundenanforderungen zunimmt. Anders sieht
es bei Geschäftsprozessen aus, die nichts mit dem Vertrieb zu tun
haben. Hier besteht häufig noch Standardisierungsbedarf, vor allem
bei Dienstleistern, die in der Wertschöpfungskette höher angesiedelt
sind - etwa Beratungsunternehmen oder Anwendungsentwicklern.
Die Standardisierung von IT-Services bedeutet jedoch gleichzeitig
eine leichtere Vergleichbarkeit der Leistungen - diese werden dadurch
für den Kunden austauschbar. 67 Prozent der Befragten gehen von einer
steigenden Wechselbereitschaft aus. Vor diesem Hintergrund wird eine
klare Wettbewerbsstrategie immer wichtiger; die beiden
erfolgversprechendsten sind die horizontale und die vertikale
Expansion, also die Ausdehnung des Leistungsangebots auf vor- und
nachgelagerte Wertschöpfungsschritte im selben Markt bzw. die
Angebotsausdehnung auf weitere Märkte. Dabei spielen auch
Akquisitionen von Wettbewerbern eine wichtige Rolle - laut Studie
sehen sich die meisten IT-Dienstleister eher als Käufer denn als
Übernahmekandidaten.
"Die Studie zeigt zweierlei Arten von Handlungsbedarf. Ein Teil
der Unternehmen sollte Abläufe und Organisation standardisieren, um
die Effizienz bei der Leistungserbringung zu steigern. Der andere
Teil hat dies bereits getan und sollte jetzt die Strategie anpassen,
um Marktanteile langfristig zu sichern und auszubauen. Beide Male
bleibt genügend Spielraum, um auch in der derzeitigen Lage Gewinne zu
steigern", fasst Robert Horndasch zusammen.
Den kompletten Report finden Sie unter
http://www.presseportal.de/go2/deloitte_report zum Download.
Über Deloitte
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Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance
für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit
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verbindet Deloitte erstklassige Leistungen mit umfassender regionaler
Marktkompetenz und verhilft so Kunden in aller Welt zum Erfolg. "To
be the Standard of Excellence" - für rund 169.000 Mitarbeiter von
Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch
zugleich.
Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur
verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige
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herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten
bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu
beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu
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