IT-Demand-Management: Umsetzung mangelhaft
München/Düsseldorf (ots) -
Die IT-Demand-Management-Studie von Deloitte zeigt: In den meisten
Bereichen des IT-Demand-Managements besteht bei vielen Unternehmen
noch signifikanter Verbesserungsbedarf.
Ein effizientes IT-Demand-Management ist Grundvoraussetzung, um
den Wertbeitrag der IT nachhaltig zu steigern. Die meisten
Unternehmen weisen hier jedoch nur eine durchschnittliche bis
unterdurchschnittliche Ausprägung auf. Dies trifft auf 90 Prozent der
untersuchten Firmen zu. Bei ihnen ist bestenfalls ein grundlegendes
Verständnis für die Belange des IT-Demand-Managements vorhanden,
nicht selten ist das IT-Demand-Management auf rudimentäre Elemente
reduziert. Lediglich knappe 10 Prozent können als
IT-Demand-Management-Profis bezeichnet werden - IT-Demand-Management
wird hier bereits gut bis sehr gut umgesetzt. Für die Studie befragte
Deloitte im ersten Quartal diesen Jahres 224 Personen aus IT- und
Fachabteilungen unterschiedlichster Branchen - über 50 Prozent
arbeiten davon auf der Geschäfts- bzw.
Direktions-/Abteilungs-/Bereichsleitungs-Ebene.
"In nahezu allen abgefragten Teilbereichen ist das
IT-Demand-Management stark verbesserungswürdig; dies gilt sowohl für
prozessbezogene Aspekte, verwendete Methoden und Werkzeuge als auch
für eingesetzte Pricing-/Incentive-Mechanismen sowie
Steuerungsstrukturen", erklärt Jürgen Lademann, Senior Manager CIO
Advisory Services bei Deloitte. "Die Zusammenarbeit zwischen
Fachseite und IT gestaltet sich allerdings positiv, so dass zumindest
eine solide Grundlage für weitere Verbesserungsmaßnahmen vorhanden
ist."
Die Kernaussagen der Studie:
- IT-Demand-Management gehört neben IT Sourcing und IT
Merger & Acquisition zu den drei am häufigsten
diskutierten Themen bei den befragten Unternehmen.
- Primäres Ziel des IT-Demand-Managements ist die
Ausrichtung von IT-Leistungen an der
Unternehmensstrategie. Reiner Leistungsverzicht wird
hierbei nur sehr selten angestrebt.
- Insgesamt stellt sich das IT-Demand-Management nur
unterdurchschnittlich dar und legt ein deutliches
Optimierungspotenzial offen. Unternehmen mit hohem
Outsourcing-Grad schneiden überraschenderweise nicht
besser ab.
- Die teilnehmenden Unternehmen schätzen die Qualität ihres
IT-Demand-Managements jedoch richtig ein und sind sich der
Optimierungspotenziale bewusst.
- Positiv sind das gegenseitige Verständnis zwischen
Fachseite und IT sowie die Informations- und
Kooperationskultur als Grundlage für ein effizientes
IT-Demand-Management hervorzuheben.
- Der Bereich "Pricing & Incentives" zeigt die größten
Defizite. Bei über der Hälfte der Unternehmen existieren
keine Incentives in Bezug auf die Nutzerzufriedenheit.
"Vor allem die unternehmensweite Kommunikation des
IT-Demand-Management-Prozesses muss verbessert werden. Dazu ist eine
dezidierte IT-Demand-Management-Funktion im Unternehmen hilfreich",
erläutert Jürgen Lademann die wichtigsten Optimierungsaspekte. "Der
Einsatz verbrauchsabhängiger Leistungsverrechnungsstrukturen sowie
die Würdigung von Kostenorientierung und hoher Nutzerzufriedenheit
sind die Königsdisziplin des Demand-Managements und bieten sich
eher als Ansatzpunkt für die Profis an."
Die vollständige Studie erhalten Sie auf Anfrage.
Ende
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