Informationsforum RFID auf CeBIT / "2007 ist Einführungsjahr für
große RFID-Projekte"
Hannover (ots) -
- Informationsforum begrüßt Mitteilung der EU, stärker in RFID zu
investieren und Verbraucher umfassender zu informieren
- Wichtige Vorreiterrolle des Informationsforums im Dialog mit der
Öffentlichkeit
- Bestehender Rechtsrahmen für RFID ausreichend
- Dialog des Informationsforums mit Bundesverband der
Verbraucherzentralen
Auf der Eröffnungsveranstaltung des CeBIT Forum Auto ID/RFID heute
in Hannover hat der Vorstandsvorsitzende des Informationsforum RFID,
Prof. Dr. Michael ten Hompel, die wirtschaftliche Bedeutung von RFID
für Europa und Deutschland herausgestellt: "RFID hat im industriellen
Bereich den Durchbruch geschafft. Es geht heute nicht mehr um das
Warum, sondern um das Wie beim Einsatz der innovativen
Schlüsseltechnologie." 2007 sei das Einführungsjahr großer
RFID-Projekte in der Logistik. Michael ten Hompel: "Dazu hat auch die
Preisentwicklung der Tags sowie die hohen Leseraten bei der
Pulkerfassung von bis zu 99 Prozent beigetragen."
Ten Hompel begrüßte die heutige Ankündigung von EU-Kommissarin
Viviane Reding, in Europa stärker als bisher in neue und innovative
Technologien zu investieren und dabei gleichzeitig die Verbraucher
umfassend zu informieren. Die EU-Kommission will künftig
Forschungsprojekte im Bereich Datenschutz und -sicherheit fördern und
durch die Einrichtung einer europäischen RFID Stakeholder Group den
Dialog über RFID mit den verschiedenen Interessensgruppen
intensivieren. Die Task Force soll ebenfalls dabei unterstützen, die
Aufmerksamkeit für RFID in den Mitgliedsstaaten zu schärfen und die
Chancen und Möglichkeiten von RFID aufzuzeigen.
Prof. Dr. Michael ten Hompel: "Die Ansätze der Kommission sind
richtungsweisend." In Deutschland habe sich das Informationsforum
RFID als wichtige Plattform für ei-nen offenen und konstruktiven
Dialog über RFID etabliert: "Das Informationsforum ist Vorreiter,
wenn es um den gezielten Informationsaustausch zu RFID mit
Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft geht. Es realisiert bereits
heute, was die EU jetzt auf europäsicher Ebene plant." Beispielhaft
verwies ten Hompel auf eine in 2006 gestartete
Verbraucher-Informationskampagne zu RFID mit der Website
"www.rfidabc.de" und Aktionen für Verbraucher. "Informationsangebote
wie diese sind enorm wichtig. RFID wird sich nur dann erfolgreich
durchsetzen, wenn die Verbraucher die Technik kennen und
akzeptieren." Nach Angaben der EU-Kommission wünschen sich europaweit
fast zwei Drittel der Teilnehmer eines 2006 von der EU durchgeführten
Online-Konsultationsprozesses mehr Informationen, um die
RFID-Technologie besser einschätzen zu können.
Im Rahmen der Veranstaltung warnte der Vorstandsvorsitzende des
Informationsforums vor den Folgen einer Überregulierung der
datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen für RFID: "Wir haben in der
EU und in Deutschland sehr klare und ausreichende Bestimmungen, die
beispielsweise das unbefugte Auslesen von Daten oder die
unberechtigte Weitergabe von Daten verbieten. Alle derzeit
existierenden RFID-Anwendungen werden hiervon erfasst, es gibt in
diesem Feld keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf." Die
EU-Kommissarin Viviane Reding hatte heute auf einer Pressekonferenz
während der CeBIT betont, dass die bestehenden
Datenschutzreglementierungen in der EU ausreichend seien und es
keiner weitergehenden Regulierung bedürfe. Ten Hompel: "Das ist ein
wichtige Klarstellung. Eine Überregulierung würde den Stillstand für
die weitere Entwicklung von RFID bedeuten. Das ginge zu Lasten der
Wirtschaft wie der Verbraucher."
Darüber hinaus verwies ten Hompel auf die Kompetenz der
Wirtschaft, gesellschaftspolitische Ansprüche zu erfüllen. Aktuell
moderiert das Informationsforum den Dialog zwischen dem Bundesverband
der Verbraucherzentralen und Vertretern des Handels um eine
Selbstverpflichtung für den RFID-Einsatz im Handel. Bereits jetzt
verpflichten sich die Mitglieder von EPCglobal, der weltweiten
Standardisierungsinitiative für RFID, zu Transparenz und Aufklärung
beim Einsatz von RFID im Endkundenbereich und zu klaren und
verständlichen Verbraucherinformationen.
Über das Informationsforum RFID e. V. (Halle 6, Stand C40/D2)
Das Informationsforum RFID e. V. ist eine gemeinsame Initiative
von Unternehmen aus den Bereichen Handel, Konsumgüterindustrie,
Automobilbranche, IT und Dienstleistung und versteht sich als Dialog-
und Informationsplattform für alle Fragen rund um RFID. Auf der CeBIT
ist das Informationsforum in Halle 6, Stand C40/D2 vertreten und
stellt für Messebesucher ein umfassendes Informations- und
Dialogangebot bereit. Zu den Mitgliedern zählen DHL, Henkel,
Hewlett-Packard, IBM, Intermec Technologies, METRO Group, NXP
Semiconductors, Oracle, Procter & Gamble, SAP, Siemens, T Systems,
Volkswagen und als Fördermitglieder GS1 Germany und der BITKOM. Eine
enge Kooperation besteht mit dem Fraunhofer Institut für
Materialfluss und Logistik.
Weitere Informationen über RFID finden Sie unter www.info-rfid.de
Originaltext: Informationsforum RFID e.V.
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