Hightech für ein selbstbestimmtes Leben - 10 Jahre BEH:
Mitgliedsunternehmen bieten Hilfsmittel für körper- und sehbehinderte
Menschen an
Langenau (ots) - "Die Technik hat in den letzten zehn Jahren
riesige Fortschritte gemacht - die Bürokratie im Gesundheitswesen
leider auch", so das Fazit von Christoph Müller, Vorsitzender des
BEH, dem Bundesfachverband Elektronische Hilfsmittel für Behinderte
e.V., über die Entwicklung der letzten Jahre. Die
Mitgliedsunternehmen des BEH bieten individuelle Hightech-Lösungen
für Menschen mit Körper- und Sehbehinderungen. Die neuesten Produkte
werden vom 9. bis 12. Mai 2007 auf den Messen Sight City
(http://www.sightcity.net) in Frankfurt und REHAB
(http://www.rehab-messe.de) in Karlsruhe präsentiert.
Die 27 Mitgliedsunternehmen des BEH verbindet vor allem eines: Sie
bieten elektronische Hilfsmittel an, die für die Menschen meist eine
extreme Verbesserung der Lebenssituation bedeuten. Dabei reicht die
Spanne von Kommunikationshilfen mit Sprachausgabe über individuelle
Rollstuhlsteuerungen bis hin zu interaktiven
Blindenschrift-Tastaturen. Gemeinsames Ziel ist auch die Sicherung
der Qualität der Versorgung mit elektronischen Hilfsmitteln - eine
Aufgabe, die in den letzten zehn Jahren laut Christoph Müller
schwieriger geworden ist: "Nicht zuletzt wegen der Gesundheitsreform
stehen wir unter enormen Kostendruck. Um eine Verschlechterung der
Qualität und Leistungen zu vermeiden, müssen wir effizienter
arbeiten. Dazu könnte auch ein einfacheres Genehmigungs- und
Abrechnungsverfahren mit den Kostenträgern beitragen."
Häufig übersehen die Kostenträger die umfangreichen Leistungen,
die hinter einem Produkt stehen und sind deshalb nicht bereit, Kosten
für hochwertige elektronische Hilfsmittel zu übernehmen. Der BEH
setzt deshalb auf den Dialog, wie Müller betont: "Unser Ziel ist,
dass sich Betroffenen-Verbände, Kostenträger und Hersteller an einen
Tisch setzen, um so die Qualität der Versorgung sicherzustellen." Mit
einer erfolgreichen Kolloquiumsveranstaltung im vergangenen Jahr
wurde der erste Schritt gemacht.
Auf technischer Seite zieht der BEH ein positives Resümee. Größter
Innovationstreiber ist das Internet. Die Kommunikation per E-Mail und
Anwendungen wie Online-Banking bedeuten für behinderte Menschen mehr
Unabhängigkeit. Die Nutzung wird ihnen beispielsweise durch eine
Augensteuerung am PC und verbesserte Sprachausgaben von Lesegeräten
ermöglicht. "Der Wandel zur digitalen Gesellschaft ist eine große
Chance für Menschen mit Behinderungen. Mit unseren Produkten
ermöglichen wir ihnen den Zugang zu dieser Welt", so Müller.
Bildmaterial unter http://www.beh-verband.de.
Originaltext: BEH - Bundesfachverband Elektronische Hilfsmittel für Behinderte e.V.
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