Hamburger IT-Sicherheitsexperte fordert Killerspiel-Verbot durch den
Bundesrat
Hamburg (ots) - In der Debatte um das Verbot von Killerspielen in
Deutschland unterstützt Bert Weingarten, IT-Sicherheitsexperte der
Hamburger PAN AMP AG, nachhaltig die Initiative Bayerns.
Im Interview erklärte Weingarten, warum die Debatte bislang zu
flach geführt wurde, wie die Killerspiele aus dem Ego-Shooter-Jongere
unkontrolliert und per Internet in jedes Kinderzimmer reichen und
weshalb von Jugendschutz im Internet nicht mehr die Rede sein kann.
Unbestritten ist, dass eine fortlaufende Nutzung von Killerspielen
zur Senkung der Mitleidensfähigkeit führt. Doch warum bietet die
US-Army einen Ego-Shooter an, der in Deutschland kostenfrei und ohne
jeglichen Jugendschutz in jedes Kinderzimmer heruntergeladen werden
kann und eine ausführliche Waffenkunde mit Feindbild liefert?
"Wenn Streitkräfte Killerspiele als vorgeschaltete Rekrutierung
einsetzen, müssen sich Politiker und Verantwortliche für den
Jugendschutz die Frage stellen, warum jungendliche und jungerwachsene
Spieler oftmals Leistungsdaten von M-16 und AK-74 Sturmgewehren an
Stelle des Dreisatz beherrschen und wie lange dieser Zustand in
Deutschland noch anhalten soll", so Bert Weingarten, Vorstand der PAN
AMP AG.
Weiter ist es inakzeptabel, dass ausgerechnet der weltgrößte
Softwarehersteller die Fortsetzung des zweiten Weltkriegs in
digitaler Form unter die Weihnachtsbäume in Europa gelegt hat. So
wird in Deutschen, Französischen, Englischen und Amerikanischen
Uniformen seither der 2. Weltkrieg online fortgeführt. "Dies ist
weder ein Beitrag zur Völkerverständigung, noch kann überhaupt ein
kultureller Wert in dieser unerträglichen Entwicklung festgestellt
werden", so Weingarten weiter.
Eine erfolgreiche Verbannung von Killerspielen aus Kinderzimmern
wird von der PAN AMP AG bereits technisch geleistet. Seit 2002 führt
PAN AMP den weltweit ersten Filter für Ego-Shooter ein, welcher
seither den Online-Bezug und das Online-Spielen aller bekannten
Killerspiele unterbindet.
Politisch wurde in der Koalitionsvereinbarung ein Verbot von
Killerspielen ausdrücklich aufgeführt. Von Seiten des
Bundesjustizministeriums wird jedoch noch immer an einer Gesetzgebung
aus der Internet-Vorzeit festgehalten.
"Wir fordern bereits seit 2002 ein Verbot von Killerspielen und
unterstützen daher ausdrücklich die erste politische Einbringung zum
Verbot von Killerspielen in den Bundesrat", so Weingarten
abschließend.
Originaltext: PAN AMP AG
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