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Europäische Internetnutzer vor zunehmendem Daten



Europäische Internetnutzer vor zunehmendem Datenstau und längeren Wartezeiten für Online-Dienstleistungen bewahrt Berlin, November 28 (ots/PRNewswire) - - In einem in der Fachzeitschrift Jena Economic Research Papers erschienenen Artikel wird vor den Auswirkungen der Gesetzgebung bezüglich Netzneutralität auf europäische Internetnutzer gewarnt Nach über einjährigen Verhandlungen über eine Reform der gesetzlichen Regelungen, der die Telekommunikationsbranche unterliegt, haben die europäischen Gesetzgeber Abstand genommen von einem Gesetzesvorhaben, das das wirtschaftliche Wachstum und die Entwicklung in Europa schwerwiegend beeinträchtigt hätte. Heute beriet der Ministerrat über das sogenannte "Telekom-Paket", ein Gesetzesentwurf, den die Europäische Kommission im November 2007 eingebracht hatte. Die Telekommunikationsminister der 27 EU-Mitgliedstaaten stimmten einem überarbeiteten Gesetzestext zu, der keine Regelungen bezüglich der so genannten "Netzneutralität" mehr enthielt. "Die Entscheidung des Rates spiegelt das Bestreben wider, Innovation zu fördern, Anreize für Investitionen in die nächste Generation von Netzwerken zu schaffen und sicherzustellen, dass Verbraucher Online-Dienstleistungen in der gewünschten Geschwindigkeit und Qualität nutzen können", so Dr. Gernot Pehnelt, Direktor von GlobEcon. "Ferner besteht ein allgemeiner Mangel an Informationen, um einschätzen zu können, wie stark sich eine Gesetzgebung auswirkt, die eine grundlegend veränderte Verwaltung des Datenaufkommens im Internet nach sich ziehen würde. Bevor solche Informationen nicht verfügbar sind, dürfen die EU-Entscheidungsträger nicht voreilig und unüberlegt neue Gesetze für das Internet verabschieden." Die Gesetzgeber haben im vergangenen Jahr zahlreiche Gesetzesvorschläge eingebracht, die vorschreiben würden, wie Internet-Dienstanbieter den steigenden Datenfluss über ihre Netzwerke verwalten. Durch die Weiterentwicklung neuer Online-Dienstleistungen, wie beispielsweise das Video-Streaming, ist das Online-Datenaufkommen stark angewachsen, was zu zunehmenden Datenstaus und zu möglichen Engpässen führt. Aktuell beansprucht der Online-Video-Dienstleister YouTube mehr Bandbreite als das gesamte Internet im Jahr 2000. In einem neuen Artikel, der in der Zeitschrift Jena Economic Research Papers veröffentlicht wurde, wird empfohlen, den Datenverkehr zu priorisieren, um den zunehmenden Datenstau in den Griff zu bekommen. Regelungen zu "Netzneutralität" würden die Priorisierung verhindern und das innovative Potenzial des Internets bedrohen, indem Anreize für Investitionen in eine neue Internet-Infrastruktur geschwächt würden. "Mit dem Aufkommen neuer und hochinteressanter Online-Anwendungen wie z.B. Telemedizin oder Videokonferenzen haben Gesetzgeber und gewählte Abgeordnete der EU die Verantwortung, einen Gesetzesrahmen zu schaffen, der auch in Zukunft Innovation sichert und den Verbrauchern Zugang zu diesen spannenden neuen Dienstleistungen ermöglicht", erklärte Pehnelt. "Die heutige Entscheidung des Rates ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es bleibt noch viel zu tun." GlobEcon ist ein in Jena (Deutschland) ansässiges unabhängiges Forschungs- und Beratungsinstitut. Unsere Forschungsschwerpunkte umfassen die Gesundheits- und Entwicklungsökonomie, die Wettbewerbspolitik und internationale Beziehungen. Originaltext: GlobEcon

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