Erste Gamedesign-Professorin Europas / Mediadesign Hochschule beruft
Linda Breitlauch zur Gamedesign-Professorin / "Frauen wollen
strategischer und effizienter spielen"
Berlin/Düsseldorf/München (ots) -
- Querverweis: Bild ist unter
http://www.presseportal.de/meldung/1091844 abrufbar -
"Wer Frauen als Computerspielerinnen gewinnen will, sollte die
Ausbildung von Frauen zu Gamedesignern fördern." In der immer noch
von Männern dominierten Games-Branche mag diese Aussage provokant
klingen. Für Linda Breitlauch ist es nichts weiter als die
konsequente Strategie zur Erweiterung des Spielemarktes. Am Mittwoch
wird sie zur Professorin für Gamedesign an der Mediadesign Hochschule
in Düsseldorf berufen. Damit übernimmt erstmals in Europa eine Frau
eine Professur für Gamedesign.
Linda Breitlauch ist schon seit den Tagen der frühen
Konsolenspiele begeisterte Gamerin. Wissenschaftlich hat sie sich mit
dem Thema erstmals im Rahmen ihres Studiums Drehbuch und Dramaturgie
an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam beschäftigt: Sie
erforschte die Dramaturgie von Computerspielen. An der Fachhochschule
für Informatik in Brandenburg vertiefte sie unter anderem ihre
Studien zum "Interactive Storytelling" und lernte dabei die
"weibliche" Sichtweise auf Computerspiele kennen: "Frauen sind
dramaturgisch gut inszenierte Spiele wichtiger", so die
Diplom-Dramaturgin. Wer noch unerschlossene Zielgruppen wie die
Frauen gewinnen wolle, müsse also besonders in die Qualität der
Spiele investieren.
Neben vielen Gemeinsamkeiten zu den Männern gibt es weitere
Unterschiede: "Frauen finden eine gute Geschichte mit lebensnahen
Konflikten wichtig, sie suchen geistreiche Herausforderungen,
vielseitige Strategien und abwechslungsreiche Spielinhalte", so Linda
Breitlauch. Zudem wollen sie strategischer und effizienter spielen.
Daher sind bei Frauen bestimmte Spielkonzepte wie Adventures,
Strategie- und Rollenspiele besonders beliebt. Und: "Frauen erwarten
Spielgeschichten mit emotionalen Wirkungen und eine stärkere aktive
Rolle von weiblichen Figuren."
"Die meisten Spiele sind bislang aber eher für ein männliches
Publikum entwickelt worden", so Linda Breitlauch. Die Folge: Bisher
ist nur etwa jeder vierte Computerspieler weiblich - Tendenz
steigend. Damit künftig auch an den Spielekonsolen die Parität der
Geschlechter herrscht, müsse deshalb der Anteil der
Gamedesign-Studentinnen von zurzeit zehn Prozent deutlich ansteigen.
"Denn Frauen wissen, was Frauen spielen wollen." Und diese Chance
sollte sich die Branche nicht entgehen lassen.
MEDIADESIGN HOCHSCHULE: Die Mediadesign Hochschule ist eine der
führenden Hochschulen für Medien in Deutschland. Sie bildet in allen
relevanten Medienbereichen den Nachwuchs von morgen aus. Im
Wintersemester waren knapp 800 Studierende in den Bachelor- und
Master-Studiengängen Mediadesign, Gamedesign, Medienmanagement,
Modedesign und On-Air Design an den Standorten München, Düsseldorf
und Berlin immatrikuliert. Die kleinen Seminar-Gruppen ermöglichen
eine enge Zusammenarbeit mit den Professoren und Lehrenden und
gewährleisten so eine kurze und praxisorientierte Studienzeit.
Originaltext: MEDIADESIGN Hochschule für Design und Informatik
Das haben andere Besucher auf unserer Seite gesucht:
Diese Nachrichten haben andere Besucher auf unserer Seite besucht:
Antwort auf die Fleischskandale: 1. vegetarisches ... Schlafen und Lieben - Was man im Bett tun und lassen sollte