Erfindernachwuchs in Berlin ausgezeichnet / Für den Sonderpreis
Mobilfunk des IZMF waren kluge Köpfe gefragt.
Berlin (ots) -
- Querverweis: Bild ist unter
http://www.presseportal.de/meldung/1048277 abrufbar -
Das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) verlieh gestern
Abend in Berlin zum zweiten Mal den Sonderpreis "Mobilfunk -
Anwendungen und Auswirkungen mobiler Kommunikation". Insgesamt
zeichnete der Verein in diesem Jahr neun Erfinderteams aus acht
Bundesländern aus.
Ob handygesteuerte Roboter oder mobile Notrufsysteme - die
Fantasie der Jugendlichen, neue Anwendungsmöglichkeiten für den
Mobilfunk zu entdecken, kannte keine Grenzen. Der Chef der hessischen
Staatskanzlei Stefan Grüttner, der die Auszeichnungen an die
Jugendlichen verlieh, zeigte sich von den Ideen der Jungforscher
beeindruckt.
Die Preisträger waren begeistert: "Ich freue mich über den
Sonderpreis", sagte Stephan Dittrich aus Berlin. "Für unsere
Erfindung haben wir die RFID-Technologie genutzt. Die Funktechnologie
haben wir bei der Fußball-WM kennen gelernt. Die Eintrittskarten
waren mit Funkchips ausgestattet." Neben einem Preisgeld von 250 Euro
belohnte das IZMF die Preisträger mit einem Aufenthalt in der
Bundeshauptstadt: "Mit dem Preis wollen wir die herausragenden
Leistungen der jungen Forscherinnen und Forscher anerkennen und ihre
Ausdauer belohnen", sagt Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des IZMF,
zum Engagement des Vereins.
Im Anschluss an die Verleihung erhielten die geladenen Gäste aus
Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft die Gelegenheit,
die Forschungsprojekte der Jugendlichen näher zu begutachten.
Ein Bild von den Preisträgern steht zum Download bereit:
http://www.presseportal.de/meldung/1048277
Die Preisträger nach Bundesland:
- Baden-Württemberg: Mobiler Schwesternruf. Sabrina Pfeffer (18)
und Moritz Olbrich (17) aus Horb
- Bayern: Steuerung eines Modellfahrzeugs per Mobiltelefon. Felix
Jankowski (18), Sebastian Weihele (18) aus Marktoberdorf
- Berlin: Schilder der Zukunft - das RFID-Auto. Götz Dähne (21),
Stephan Dittrich (20)
- Brandenburg: Software zur Orientierung per Handy. Thomas
Klingbeil (19) und Franziska Strunz (19) aus Potsdam
- Bremen: Hightech-Stoppuhr für Wettkampfsportler. Jared
Carsten-Frerichs (17) und Moritz Berger (17)
- Hessen: Signalverstärkung durch Rauschen. Florian Fülbert (20)
und Jonathan Schindler (20)
- Nordrhein-Westfalen: Hausüberwachung durch einen mobilen
Roboter. Philipp Wehner (19) aus Gelsenkirchen. Automatisierte
Beobachtung von Fledermäusen. Reinhold (19) und Clemens (21)
Bertram sowie Thorsten Schnell (21)
- Saarland: Funktionsweise eines Handys. Tobias Dahmen (16) aus
Wadgassen
Die Gewinner-Projekte im Überblick:
Baden-Württemberg:
Die Landessieger aus Baden-Württemberg sind Sabrina Pfeffer und
Moritz Olbrich aus Horb. Sie haben ein Notrufsystem entwickelt, das
die häusliche Pflege vereinfacht. Mit Hilfe des Überwachungsapparates
lässt sich der Zustand von Patienten automatisch und lückenlos
kontrollieren. Besonders bei Personen, die rund um die Uhr betreut
werden müssen, hilft das Notrufsystem dem Betreuungspersonal,
Patienten richtig zu pflegen.
Bayern:
Die bayerischen Landessieger Sebastian Weihele und Felix Jankowski
besuchen die 13. Klasse des Gymnasiums in Marktoberdorf. Sie
entwickelten ein Modellauto, das sich mit Hilfe von
Mobilfunktechnologie auch aus großer Entfernung steuern lässt. Die
Daten zur Steuerung des Wagens werden bei ihrem System über den
Mobilfunkstandard Global System for Mobile Communications (GSM)
übertragen.
Berlin:
Die Berliner Landessieger Götz Dähne und Stephan Dittrich besuchen
die Max-Taut-Schule in Lichtenberg. Ihre Erfindung trägt zur Erhöhung
der Verkehrssicherheit bei. Mit ihrem System bekommen Autofahrer auf
einem Display am Armaturenbrett angezeigt, welche Verkehrsregeln
gerade gelten. Dazu nutzten sie die Funktechnologie Radio Frequency
Identification (RFID).
Brandenburg:
Die Brandenburger Landessieger Thomas Klingbeil und Franziska
Strunz entwickelten ein Navigationssystem für Fußgänger. Mit der
selbst entwickelten Handysoftware der Potsdamer Abiturienten lässt
sich die eigene Wegstrecke markieren. So findet man immer den Weg
zurück.
Bremen:
Die Bremer Landessieger Jared Carsten-Frerichs und Moritz Berger
sind begeisterte Leistungssportler. Um beim Ski-Langlauf ihr eigenes
Tempo schon während des Fahrens überwachen zu können entwickelten
sie eine Hightech-Stoppuhr. Mit Hilfe der neuen Technologie Radio
Frequency Identification (RFID) können Sportler ablesen, wie schnell
sie bestimmte Streckenabschnitte zurücklegen.
Hessen:
Die hessischen Landessieger Florian Fülbert und Jonathan Schindler
gingen ungewöhnliche Wege, um zum Energiesparen beizutragen. Die
Zivildienstleistenden aus Darmstadt nutzten die Erkenntnis, dass
schwache Signale sich durch Rauschen verstärken lassen und
entwickelten eine spezielle Software zum Versenden von Signalen. Auch
bei der Handynutzung kann Energie gespart werden, wenn schwächere
Signale verschickt werden können.
Nordrhein-Westfalen:
Nordrhein-Westfalen hat gleich zwei Landessieger. Philipp Wehner
aus Gelsenkirchen hat den Sonderpreis Mobilfunk für seinen
handygesteuerten Roboter bekommen. Sein ferngesteuertes Gerät kann
bei der Hausüberwachung mithelfen. Er teilt sich die Auszeichnung mit
Thorsten Schnell und Clemens und Reinhold Bertram aus Lüdinghausen.
Sie haben eine Beobachtungsstation für Fledermäuse entwickelt, mit
der das Leben der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung untersucht
werden kann.
Saarland:
Der saarländische Landessieger Tobias Dahmen wollte es ganz genau
wissen: Für sein Forschungsprojekt hat er die Mobilfunktechnologie
unter die Lupe genommen und sich die technischen Hintergründe
angeeignet. Auf Schaubildern zeigt er genau, wie alles funktioniert.
Über das IZMF:
Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) ist Ansprechpartner für
Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private
Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein
eingetragener Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet
wurde.
Originaltext: IZMF - Informationszentrum Mobilfunk e.V
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