EBICS nimmt weiter Fahrt auf - Banking-Standard auf Europakurs
Hamburg (ots) - Der Electronic Banking Internet Communication
Standard (EBICS) hat sich in Deutschland etabliert: Jedes dritte
Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als zwei Millionen nutzt
im elektronischen Zahlungsverkehr den neuen Standard - die Mehrheit
davon sogar ausschlie&suml;lich. Dies zeigt den hohen Mehrwert von EBICS
für die Unternehmen. Allerdings sind mehr als die Hälfte der
Unternehmen noch immer nicht ausreichend informiert. Das ist das
Ergebnis der Studie "Electronic Banking 2009" des Beratungs- und
Softwarehauses PPI AG in Zusammenarbeit mit ibi research.
Doch nicht nur hierzulande ist die internetbasierte
Datenübertragung gefragt. Immer mehr europäische Länder sind
inzwischen an einer Umstellung interessiert. So führt Frankreich seit
kurzem EBICS als künftigen Standard ein. Rund 90.000 französische
Firmenkunden, die den elektronischen Zahlungsverkehr bisher über das
ETEBAC-Verfahren abwickelten, drängen nun auf eine zügige Umstellung.
Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung eines einheitlichen
Zahlungsverkehrsraums (Single Euro Payments Area) ist somit getan.
Die Neuerungen, die EBICS den Unternehmen in Frankreich bietet,
haben sich hierzulande in der Praxis bereits bewährt. So gibt von den
deutschen Betrieben, die EBICS nutzen, jeder zweite an, insbesondere
von dem hohen Sicherheitsstandard zu profitieren. Ebenso viele Firmen
schätzen an EBICS, dass für die Datenübertragung kein ISDN-Anschluss
mehr notwendig ist - im Gegensatz zu bisherigen Systemen erfolgt die
Kommunikation über das Internet, was die Übertragungszeiten deutlich
verbessert. 40 Prozent der befragten Unternehmen bewerten zudem die
Möglichkeit zur standortunabhängigen elektronischen Unterschrift, die
eine Unterzeichung von Zahlungsaufträgen von unterwegs erlaubt, als
entscheidenden EBICS-Vorteil.
Die ersten französischen Kreditinstitute nehmen derzeit den
Betrieb mit EBICS auf. "Nun gilt es, die Umstellung zügig
voranzutreiben. Denn Banken, die eine Vorreiterrolle einnehmen,
erhalten dadurch einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung", ist sich
PPI-Experte Michael Lembcke sicher. "Sie können sich bereits auf die
Entwicklung neuer Dienste im Zahlungsverkehr, wie etwa
multibankfähige Firmenkundenportale konzentrieren, während andere
Institute erst noch an den technischen Grundlagen arbeiten."
Die Entscheidung der französischen Bankenwirtschaft für EBICS und
die gemeinsame Weiterentwicklung des Standards in Deutschland und
Frankreich sind neben SEPA wichtige Schritte zur Harmonisierung der
europäischen Märkte. Damit wächst der Druck auf weitere europäische
Länder, EBICS einzuführen. "Hoher Informationsbedarf ist derzeit aus
der Schweiz und Gro&suml;britannien festzustellen, Österreich ist in die
Evaluierung eingestiegen. EBICS ist somit auf einem guten Weg, sich
zu einem europäischen Standard in der Bankenwirtschaft zu
entwickeln", sagt Lembcke.
PPI Aktiengesellschaft
Die PPI Aktiengesellschaft ist seit 25 Jahren an den Standorten
Hamburg, Kiel, Frankfurt, Düsseldorf und Paris erfolgreich für die
Finanzbranche tätig. 2008 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen
280 Mitarbeitern 36 Millionen Euro Umsatz in den drei
Geschäftsfeldern Consulting, Software Factory und
Electronic-Banking-Produkte. Im E-Banking liegt der Schwerpunkt auf
sicheren und wirtschaftlichen Standardprodukten für die Kommunikation
zwischen Firmenkunden beziehungsweise Privatkunden und ihrer Bank. In
der Software-Entwicklung stellt PPI durch professionelle und
verlässliche Vorgehensweise eine hohe Qualität der Ergebnisse und
absolute Budgettreue sicher. Das Consulting-Angebot erstreckt sich
von der strategischen über die bankfachliche bis zur IT-Beratung.
Originaltext: PPI AG
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