e-readiness: Asien auf dem Vormarsch / Deutschland rutscht ab auf
Platz 19 von 69 untersuchten Ländern
Stuttgart (ots) -
Achte "e-readiness"-Studie* der Economist Intelligence Unit und
IBM zeigt: Asiens Regierungen forcieren erfolgreich die Einführung
moderner ITK-Technologien / Deutschland rutscht ab auf Platz 19
von 69 untersuchten Ländern.
Vor allem die stärkere Gewichtung und die gleichzeitig relativ
schwachen Werte der Bewertungskriterien "Internet-Sicherheit" und
"Elektronische Identifikation" haben in der neu vorgelegten Studie
der Economist Intelligence Unit und IBM dazu geführt, dass
Deutschland seinen relativ guten 12. Platz gegen einen mittelmäßigen
19. Platz eintauschen musste. Im westeuropäischen Vergleich
unterdurchschnittlich bewertet wurden auch die Konzepte und Visionen
der deutschen Politik in Bezug auf die e-readiness Entwicklung des
Landes. Bester Platz im weltweiten Vergleich ist für Deutschland
hingegen der vierte Rang beim Kriterium "gesellschaftliches und
kulturelles Umfeld". Grundsätzliche Erkenntnis aus der Studie: Die
e-readiness der untersuchten Länder hat sich überall auf der Welt
verbessert, aber die Messlatte für Spitzenwerte liegt nun höher.
Dennoch konnten Dänemark und die USA ihre Plätze eins und zwei
verteidigen, wobei die USA sich mit Schweden nun den zweiten Platz
teilen muss. Hongkong (von 10 auf 4), und Singapur (von 13 auf 6)
haben - vor allem dank massiver Unterstützung der Informations- und
Telekommunikations-Technologien (ITK) durch ihre jeweiligen
Regierungen - die größten Sprünge nach vorne gemacht.
Dänemark und die USA sind gemeinsam mit Schweden (vorher Platz 4)
die Besten, doch im Durchschnitt der Bewertung liegen die ersten 19
Länder sehr eng zusammen: die aggregierte Punkteskala bewegt sich
zwischen 8.88 und 8.00 (für Deutschland) von 10 möglichen. Aber auch
darüber hinaus schwindet der zu Anfang der Studienreihe konstatierte
"Digitale Graben" weiter. Dank des starken Fortschritts außerhalb von
Westeuropa und Nordamerika stieg der weltweite Durchschnittswert
allein im Vergleich zur Vorjahresstudie von 6.02 auf 6.24.
Fortschritte wurden weltweit ebenfalls beim Thema
Breitbandpenetration erzielt: Auch hier beginnt sich die Lücke
zwischen den betrachteten Ländern zu schließen; Unterschiede hingegen
machen sich eher bei den damit verbundenen durchschnittlichen Kosten
pro Haushalt bemerkbar: Während sie in Westeuropa und den USA bei
etwa ein Prozent oder weniger des durchschnittlichen monatlichen
Haushaltseinkommens liegen, müssen in den übrigen Regionen zwischen
drei und zehn Prozent dafür aufgewendet werden.
"Technologische Führerschaft ist auf der ganzen Welt zu einem sehr
schnell beweglichen Ziel geworden", konstatiert Robin Bew, Editorial
Director der Economist Intelligene Unit. "Keines der Top-Länder kann
sich auf seinen Lorbeeren ausruhen - ständig wechselnde Technologien
und der Wille zu deren Einsatz können einen schnellen Verlust der
hart erkämpften Vorteile bedeuten".
Wichtig: die Rolle der Politik
"Die Regierung muss die notwendigen strukturellen und politischen
Voraussetzungen schaffen, um Wirtschaft und Gesellschaft wirklich
Internet-fähig zu machen", sagt Eberhard Armbruster, Leiter für den
öffentlichen Sektor bei der IBM Unternehmensberatung Global Business
Services. "Dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um das Tempo der
zunehmenden Globalisierung mitgehen zu können. Deutschland muss sich
insgesamt keineswegs verstecken, dennoch könnten die notwendigen
Impulse aus der Politik noch stärker sein. Gerade bei den
erfolgskritischen Themen Internet-Sicherheit und Elektronische
Identifikation, die uns bei diesem Ranking wichtige Punkte gekostet
haben, besteht Nachholbedarf".
Deutschland insgesamt stabil im Mittelfeld
Neben einem sehr guten vierten Platz weltweit (in Westeuropa sogar
auf dem 2. Platz und damit jeweils einen Platz besser als im Vorjahr)
in der Kategorie gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen,
gab es keine wesentlichen Veränderungen beim Thema Konnektivität und
technologische Infrastruktur: weltweit Platz 20 (in Westeuropa Platz
10). Dieser dennoch eher unbefriedigende Rang ist vor allem auf
Schwächen beim Thema "elektronische Identifikation" zurückzuführen.
Schwächen auch, wie bereits erwähnt, beim Kriterium "Impulse aus der
Politik und Zukunftsperspektiven": 23. Platz weltweit, 13. Platz in
Westeuropa, wobei insbesondere im Bereich der E-Government-Strategie
Fortschritte angemahnt wurden. Keine wesentlichen Veränderungen
hingegen beim Thema allgemeine Akzeptanz bei Verbrauchern und
Unternehmen: 14. Platz weltweit, 8. Platz in Westeuropa.
* Seit dem Jahr 2000 veröffentlichen die Economist Intelligence
Unit gemeinsam mit dem IBM Institute for Business Value die
e-readiness Rankings der 69 weltweit größten Volkswirtschaften. Dabei
ergibt sich die "e-readiness" aus einer ganzen Reihe von Indikatoren,
unter anderem Konnektivität und technologische Infrastruktur,
wirtschaftliches Umfeld, allgemeine Akzeptanz bei Verbrauchern und
Unternehmen, sowie politische, gesetzliche, kulturelle und
gesellschaftliche Rahmenbedingungen.
Originaltext: IBM Deutschland
Das haben andere Besucher auf unserer Seite gesucht:
Diese Nachrichten haben andere Besucher auf unserer Seite besucht:
Leichtsinn oder Luxus? IT-Sicherheit lässt zu wünschen übrig ... Vier Millionen Ford Focus in Europa produziert ACCESS verstärkt Global Partner Programm durch Yahoo! kommentiert Online-Bescherung: Weihnachts-Shopping im ... Weit über 50 % billiger tanken Wichtige Schritte im Kampf gegen Vorhofflimmern und der ...