E-Energy - Internet der Energie im Fokus der HANNOVER MESSE
Hannover (ots) -
Sechs Modellregionen präsentieren intelligente Lösungen rund um eine
flächendeckende, sichere und umweltfreundliche Energieversorgung
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie übernimmt
Schirmherrschaft
E-Energy steht für die umfassende Optimierung und digitale
Vernetzung des Energieversorgungssystems in jede mögliche Richtung -
idealerweise in Form eines intelligenten Stromnetzes, eines Smart
Grids. Das Konzept rund um Smart Metering, Smart Building und
Energie-IKT stellt die herkömmliche Einbahnstra&suml;e vom Erzeuger zum
Verbraucher auf den Kopf. Einen aktuellen Einblick in den Stand der
Projekte bietet die HANNOVER MESSE 2010. Im Rahmen der Leitmesse
Energy trifft sich die neue Generation der Energiewirtschaft auf dem
E-Energy-Gemeinschaftsstand in Halle 13.
Das "Internet der Energie" muss nicht nur auf liberalisierten und
damit weitgehend dezentralisierten Märkten wirtschaftlich
funktionieren, sondern auch den Spagat zwischen steigender Nachfrage,
sicherer Versorgung und Umweltverträglichkeit schaffen. Gro&suml;e
Hoffnungen liegen auf der flächendeckenden Einbindung von
Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie sollen das System
revolutionieren und alle Teilnehmer so vernetzen, dass
Erzeugungsanlagen - auch solche auf Basis erneuerbarer Energien - mit
den Einrichtungen der Stromnetze und den Verbrauchern bidirektional
kommunizieren. Im so geschaffenen Smart Grid bekommt auch der
Endkunde dank Visualisierung von Verbräuchen endlich die Möglichkeit,
den Wandel vom passiven Kunden zum aktiven Teilnehmer zu vollziehen.
Laut der Fraunhofer-Studie "E-Energy" ist auf diesem Wege allein in
deutschen Haushalten eine Energieeinsparung von konservativ
geschätzten 9,5 Terawattstunden pro Jahr realisierbar.
Die wegweisenden Aktivitäten in diesem Bereich werden in
Deutschland unter dem Dach der Förderinitiative
"E-Energy-IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft" gebündelt. Sechs
Projekte mit integralem Systemansatz - die energiewirtschaftliche
Ebene muss ebenso berücksichtigt sein wie die technische - gingen aus
dieser Initiative hervor. Diese ausgewählten Konsortien werden bis
2012 die erarbeiteten Vorschläge bis zur Marktreife entwickeln und
ihre Marktfähigkeit anhand von Pilotprojekten testen.
Über die neuesten Projektfortschritte und einen Zwischenstand in
den Modellregionen können sich Besucher am Gemeinschaftsstand
E-Energy auf der HANNOVER MESSE informieren, für den das
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Schirmherrschaft
übernommen hat. Dabei wird eine breite Themenpalette abgedeckt: Die
Modellregion Aachen beispielsweise entwickelt im Projekt "Smart
Watts" intelligente Stromzähler zu einer Energiezentrale im Haushalt.
Das Ziel des Projekts "RegModHarz" ist eine effiziente
Energieinfrastruktur mit einem optimalen Anteil regionaler
regenerativer Energien - betrieben nach marktwirtschaftlichen
Kriterien. Dafür werden verschiedene erneuerbare Energieerzeuger,
steuerbare Verbraucher und Energiespeicher zu einem Virtuellen
Kraftwerk (VK), dem "RegenerativKraftwerk" Harz" gekoppelt.
Auf die Energieversorgung städtischer Ballungsräume konzentriert
sich das Projekt "Modellstadt Mannheim": Es unternimmt einen
repräsentativen Gro&suml;versuch zur Verbesserung von Energieeffizienz,
Netzqualität und Integration erneuerbarer sowie dezentraler Energien.
Verbrauchskomponenten werden dabei mittels
Breitband-Powerline-Infrastruktur spartenübergreifend (Strom, Gas,
Wärme, Wasser) vernetzt.
Das Forschungsvorhaben "MeRegio" (Minimum Emission Region) im
Raume Karlsruhe/Stuttgart zielt auf den Einsatz von IKT zur direkten
CO2-Minimierung durch die Entwicklung einer "Minimum
Emission"-Zertifizierung. In der Modellregion Rhein-Ruhr wird an
einer intelligenten Verbrauchssteuerung sowie einer zeitnahen
Verbrauchsdatenerfassung und -bereitstellung gearbeitet. Und das
Projekt "eTelligence" in Cuxhaven will künftig verstärkt Strom aus
Windenergie wirtschaftlich in den regionalen Markt integrieren. Kern
von eTelligence ist ein regionaler Strommarktplatz, der Erzeuger,
Verbraucher mit verschiebbaren Lasten, Energiedienstleister und
Netzbetreiber zusammenführt.
Neben den Modellregionen sind folgende Aussteller vertreten:
Alcatel-Lucent, Bittner + Krull, devolo, Deutsche Telekom Technischer
Service, ITF-EDV Fröschl, Kellendonk, Landis + Gyr, T-Systems
Multimedia Solutions, Vodafone D2 und Wilken.
Über die HANNOVER MESSE
Das weltweit bedeutendste Technologieereignis wird vom 19. bis 23.
April 2010 in Hannover ausgerichtet. Die HANNOVER MESSE 2010 vereint
neun Leitmessen an einem Ort: Industrial Automation, Energy, Power
Plant Technology, MobiliTec, Digital Factory, Industrial Supply,
CoilTechnica, MicroNanoTec sowie Research & Technology. Die zentralen
Themen der HANNOVER MESSE 2010 sind Industrieautomation,
Energietechnologien, industrielle Zulieferung und Dienstleistungen
sowie Zukunftstechnologien. Italien ist das Partnerland der HANNOVER
MESSE 2010.
Originaltext: Deutsche Messe AG Hannover
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