DMMK schlie&suml;t mit Teilnehmerrekord
Berlin (ots) - Vor mehr als 800 Teilnehmern skizzierten die
Keynote-Speaker Clay Shirky und Amir Kassaei beim Deutschen
Multimedia Kongress (DMMK) in Berlin einen Paradigmenwechsel in der
Kommunikation. Internet-Vordenker Shirky hob vor allem die neue Macht
der Konsumenten hervor und ermahnte Unternehmen, die veränderten
Ansprüche ihrer Zielgruppen ernst zu nehmen. Für Kassaei ist der
Kampf um die Aufmerksamkeit von Kunden nur noch über relevante
Inhalte zu gewinnen. Ausgebuchte Workshops, Panels und Vorträge
sorgen für ein durchweg positives Fazit beim DMMK 2009, der seinen
Anspruch als Leitkongress der Digitalen Wirtschaft untermauern
konnte. Der von der MFG Baden-Württemberg veranstaltete Kongress ging
am Abend mit der Verleihung des renommierten Deutschen Multimedia
Award zu Ende.
"Der DMMK wird dem Stellenwert der Branche mit der neuen Location,
den gesetzten Schwerpunkten und dem gro&suml;en Teilnehmerzuspruch absolut
gerecht", urteilt Stefan Bessing vom Branchenprimus T-Systems
Multimedia Solutions. In der Tat legten Internet-Vordenker Clay
Shirky und Amir Kassaei, CCO der DDB GroupGermany, gleich zu Beginn
die Messlatte für das durchweg hohe Niveau des Kongresses. Ziel der
Veranstalter sowie der zahlreichen renommierten Workshopleiter,
Panel-Moderatoren und -Teilnehmer war es, ein deutliches Signal zu
senden, in der Krise nicht zu verharren, sondern vielmehr die
scheinbar unberechenbare Marktlage als Chance zu sehen und zu nutzen.
Die überaus positive Resonanz, die dank diverser Feedbackkanäle (u.
a. Chat, Twitter und Liveblog) bereits während des noch laufenden
Kongresses von Referenten und Teilnehmern nachvollzogen werden
konnte, belegt, dass die Digitale Wirtschaft offenbar gerade in
konjunkturellen Krisen Hochkonjunktur hat.
Die neue Macht der Konsumenten
"Von einer Online-Krise kann keine Rede sein. Der Branche geht es
gut. Online wird nach der Wirtschaftskrise stärker sein als zuvor",
so die Prognose von Arndt Groth, Präsident des Bundesverbands
Digitale Wirtschaft (BVDW) in seiner Eröffnungsrede. Klaus Haasis,
Geschäftsführer der ausrichtenden MFG Baden-Württemberg, betonte
seinerseits die Bedeutung, die der Digitalen Wirtschaft und der
Kreativwirtschaft in gleicher Weise in Zeiten des konjunkturellen
Abschwungs zufällt: "Gute Ideen und smarte Technologien sind Treiber
der Innovationen, mit denen Unternehmen in der Krise bestehen. Der
neue DMMK hat genau das widergespiegelt und echte Aufbruchstimmung
verbreitet."
Relevanz statt Aufmerksamkeit
Amir Kassaei forderte die Werbeindustrie in seiner Keynote zum
Paradigmenwechsel auf. Aufmerksamkeit als Richtschnur für Werbung hat
seiner Meinung nach ausgedient. Relevanz und Orientierung müssen
seiner Überzeugung nach zum Leitmotiv für Werbung und Marketing
werden. "Das wichtigste Trägermedium ist der Mensch", unterstrich
Kassaei seine Forderung nach einer klaren Zäsur.
Gro&suml;e Ideen fangen klein an
Wie wichtig für die Entwicklung der Online-Medien gerade auch die
scheinbar kleinen Ideen sind, darauf wies Internetvordenker Clay
Shirky hin, der seit vielen Jahren neue Internettechnologien bewertet
und mit seinem vieldiskutierten Buch "Here comes everybody" die
Medienrevolution durch Social Media beschrieben hat. Als Beleg
verwies er noch einmal auf den Ausgangspunkt heutiger
Erfolgsgeschichten wie Wikipedia oder Linux. "Wir befinden uns in
einer Zeit des Experimentierens. Es geht nicht immer um die gro&suml;en
Visionen, sondern auch darum aus kleinen Ideen etwas Gro&suml;es entstehen
zu lassen", schloss Shirky seinen Vortrag.
Originaltext: MFG Innovationsagentur für IT und Medien
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