Digitales Kabelfernsehen wird für Anwender attraktiver
Stuttgart (ots) - "video": DVB-C bietet mehr Bild- und Tonqualität
als analoger Empfang / RTL- und Pro7-Kanäle jetzt digital zu
empfangen / Für den Umstieg ist eine Set-Top-Box notwendig /
Pay-TV-Angebote nicht überzeugend / Humax PR-FOX C Sieger im
"video"-Test
Stuttgart, 9. März 2006 - Digitales Fernsehen ist jetzt auch in
den Kabelnetzen auf dem Vormarsch. Denn seit Anfang des Jahres haben
alle großen Kabelgesellschaften neben den öffentlich-rechtlichen
Sendern auch die RTL- und Pro7-Gruppe im Angebot. Das Fachmagazin
"video" zeigt in seiner neuen Ausgabe (4/2006, EVT: 9. März), wo die
Stärken und Schwächen des Digital-TV im Kabel - kurz: DVB-C - im
Vergleich zur analogen Übertragungstechnik. Darüber hinaus haben die
"video"-Experten vier aktuelle DVB-C-Receiver zwischen 100 und 160
Euro getestet.
Die Bildqualität via DVB-C ist je nach Auflösung und Datenrate des
Senders besser als beim analogen Kabelempfang, Schattenbilder oder
Rauschen gibt es nicht. Ist die Datenrate eines digtalen Kanals zu
gering, kann das Bild in schnellen Bewegungen oder während
Kameraschwenks aber kurzfristig in Klötzchen zerfallen. Kaum
Kompromisse muss der Anwender beim Ton eingehen: Die Audio-Qualität
ist laut "video" bei DVB-C besser als bei der analogen Übertragung.
So senden ZDF, Pro7 und Premiere Filme oft im 5.1-Raumklangverfahren
Dolby Digital mit bis zu 448 Kilobit pro Sekunde. Aber auch die
Stereo-Qualität ist bei den meisten Sendern tadellos.
DVB-C bietet darüber hinaus mehr Fernseh-Komfort: Der
mitübertragene elektronische Programmführer (EPG) verrät den Titel
der laufenden Sendung und je nach Gerät das Programm von bis zu
mehreren Wochen im Voraus - die Aufnahmeprogrammierung eines
Receivers mit Festplatte wird so zum Kinderspiel.
Da die meisten Kabelnetzbetreiber private Sender verschlüsselt in
ihre Netze speisen, benötigt der Zuschauer neben einem Receiver mit
Smart-Card-Einschub auch die passende Entschlüsselungskarte von
seinem Kabelnetzbetreiber. Die kostet eine einmalige
Freischaltgebühr, zusätzliche monatlichen Kosten zur normalen
Kabelgebühr entstehen aber nicht.
Über die Entschlüsselungskarte bieten die meisten
Kabelnetzbetreiber auch eigene Pay-TV-Pakete wie etwa "Kabel Digital
Home" an, in denen man für knapp zehn Euro pro Monat 30 werbefreie
TV-Programme empfangen kann. Im "video"-Test erwiesen sich diese
Programme aber vor allem in den Genres Spielfilm, Serien und Sport
inhaltlich und in ihren Bildqualitäten nur durchschnittlich.
Dokumentationskanäle wie "Planet" oder "National Geografic TV"
konnten die Tester dagegen überzeugen.
Den Vergleich der vier von "video" überprüften DVB-C-Receiver
gewinnt der Humax PR-FOX C. Das Gerät, für 100 Euro zugleich das
günstigste im Testfeld, überzeugt in punkto Farbdarstellung und mit
seiner einfachen Bedienung. Schwachpunkte sind die etwas geringe
Schärfe sowie der oft unvollständige EPG. Platz zwei geht an den
Technisat Digit Kabel NCI (rund 160 Euro), der zwar die schärfsten
Bilder bietet, in schnellen Bewegungen aber mehr Störungen ins Bild
bringt als die Konkurrenz. Rang drei im"video"-Test belegt der
Kathrein UFD 595 (circa 140 Euro), der mit sehr guten
Klangeigenschaften im "video"-Test besticht.
Für Rückfragen:
Uwe Andresen, Chefredakteur "video",
Tel. 0711/182-1507, Fax 0711/182-1013
uandresen@motorpresse.de
www.video-magazin.de
Originaltext: video
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