Digitale Chancengleichheit für Jugendliche
Berlin (ots) -
"Jugend Computer Club" - das Gemeinschaftsprojekt der
Bundesinitiative Jugend ans Netz mit Fujitsu Siemens Computers für
Jugendeinrichtungen in Deutschland
Glaubt man der Fernsehwerbung, sind die Kids in Deutschland alle
online. In Wahrheit aber sind Computer und Internet längst keine
Selbstverständlichkeit, und die virtuelle Welt ist für viele
Jugendliche immer noch unerreichbar. Das soll sich jetzt ändern mit
dem Jugend Computer Club, einem Public-Private-Partnership-Projekt
der Bundesinitiative "Jugend ans Netz" mit Fujitsu Siemens Computers.
Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
getragene Initiative will Jugendeinrichtungen im ganzen Land mit
Internetcafés ausstatten und damit endlich die digitale
Chancengleichheit für benachteiligte Jugendliche schaffen. Bereits ab
99,50 EUR / Monat wird das Basispaket "Jugend Computer Club" mit drei
Internetarbeitsplätzen, einem Verwaltungsrechner, Software und
Support angeboten.
Von der Idee, allen Jugendlichen einen Internetzugang zu bieten,
bis zur Präsentation des "Jugend Computer Club"-Konzepts war es ein
langer Weg. Vor allem die Frage der Finanzierung war von Anfang an
das größte Problem. Zwar gibt es in Deutschland über 50.000
Jugendeinrichtungen und- gruppen und damit ideale Voraussetzungen für
ein flächendeckendes Angebot. Doch kaum ein Jugendclub kann die
Investitionskosten für ein Internetcafé aufbringen. Gemeinsam mit
Fujitsu Siemens Computers erarbeitete die Bundesinitiative "Jugend
ans Netz" daher ein Konzept für ein Internetcafé zum
Taschengeldtarif. Enthalten sein sollten neben einem
Verwaltungsrechner und drei Arbeitsstationen ein umfassendes
Softwarepaket mit Verwaltungsprogramm und Support. Als Obergrenze für
die monatlichen Raten wurden 100,- Euro festgesetzt, so dass eine
Refinanzierung über einen geringen Clubbeitrag oder ein
Nutzungsentgelt möglich wäre.
Das jetzt vorliegende Basispaket für 99,50 Euro/Monat kann sich
sehen lassen: Mit vier Fujitsu Siemens Computer SCALEO L mit DVD
Brenner, 17" Monitor, Windows XP Home, Blue Image
Internetcafe-Verwaltungssoftware 2004, Antivirus, Firewall und
Freeware Pool für Office-Anwendungen, Bildung und Wissen, Multimedia
und Player, Grafik und Design sowie Internet und Kommunikation ist
der Jugend Computer Club gut ausgestattet, und die Bundesinitiative
betont, dass das öffentlich geförderte Modell viele Vorteile
gegenüber einer "normalen" Beschaffung bietet.
Jugendschutz
Optional gibt es die Jugendschutzsoftware Webblock, die einen
altersdifferenzierten Internetzugang gewährleistet. Damit kann sich
der "Jugend Computer Club" von kommerziellen Internetcafés und der
Problematik, dass diese wegen der angebotenen Spiele als Spielhallen
eingestuft werden, abgrenzen. Eine wichtige Komponente, denn was
nützt schon ein Internetcafé für Jugendliche mit Eintritt ab 18
Jahren.
Betriebssicherheit und Innovationsschutz
Auch zum Thema "Betriebssicherheit und Innovationsschutz" haben
sich die Macher des "Jugend Computer Club" etwas einfallen lassen: Im
Leasingpaket ist der Support mit Empirum Supportsoftware über
Telefonhotline und Fernwartung enthalten, so dass die Jugendclubs
sich vollständig darauf verlassen können, dass die Systeme
durchgängig laufen und jeweils nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf
Wunsch erneuert werden.
Refinanzierung zum Taschengeldtarif
Wichtig ist den Initiatoren, dass die Jugendclubs selbst keinen
Cent für die Finanzierung des "Jugend Computer Club" aufbringen
müssen. Es gibt zwei Refinanzierungsansätze: Entweder erhebt der Club
einen Beitrag und kann so bereits von 20 Mitgliedern mit 5,- Euro
monatlich getragen werden oder es wird ein Nutzungsentgelt erhoben,
wobei 29 Cent/Stunde bei halbtäglicher Öffnungszeit reichen. Als
dritte Variante kommt auch ein Sponsorenmodell in Frage, bei dem zum
Beispiel 10 Sponsoren aus der direkten Nachbarschaft jeweils 10,-
Euro monatlich spenden. Alle drei Modelle haben aber eins gemeinsam:
Die Budgets der Jugendarbeit werden nicht belastet, und den
Jugendlichen steht ein Internetzugang zum Taschengeldtarif zur
Verfügung.
Flächendeckendes Angebot
Damit das Angebot nicht nur in Städten und Stadtteilzentren
angenommen wird, hat "Jugend ans Netz" jetzt alle Verantwortlichen in
der Jugendarbeit angeschrieben. Vor allem in ländlichen Regionen
erhofft man sich eine gute Resonanz von Seiten der kirchlichen
Jugendclubs, Pfadfindern und den Jugendfeuerwehren, da sie auf
Bundesebene bereits über Online-Strukturen verfügen.
Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen
www.jugendcomputerclub.de
Originaltext: Ausstattungsoffensive "Jugend ans Netz"
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