Die Zukunft der digitalen Automobilentwicklung (mit Bild)
Darmstadt/Rostock/Graz (ots) -
- Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter
http://www.presseportal.de/meldung/1387949 -
Wenn Ingenieure heute Autos entwickeln, so geschieht dies
hauptsächlich am Computer. Seit zwei Jahrzenten hat die digitale
Produktentwicklung ihren festen Platz bei allen Fahrzeugherstellern.
Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft präsentieren nun neue Verfahren
zur Ergänzung dieser Methode.
Bei der Entwicklung moderner Autos gilt es, am Computer eine Reihe
von Problemen zu lösen. Erst dann kann ein Prototyp des neuen
Fortbewegungsmittels gebaut werden. Dieses Verfahren auf eine neue
Stufe zu heben, haben sich vier Institute der Fraunhofer-Gesellschaft
(IGD, IIS, FOKUS und LBF) vorgenommen. Die Projektverantwortung liegt
bei Dr. André Stork, Abteilungsleiter am Fraunhofer IGD. "Unsere
Softwarelösung "FunctionalDMU" findet in der Fachwelt sehr viel
positive Beachtung", sagt Stork. Bei FunctionalDMU werden
Versuchsmodelle des Autos im Computer generiert und die
Wechselwirkungen zwischen Mechanik, Elektronik und Software
simuliert. Es wird dadurch erstmals möglich, das Zusammenspiel der
unterschiedlichen technischen Teilbereiche bei der Entwicklung
integriert zu berücksichtigen.
Ein Beispiel: Jeder wei&suml;, wie ärgerlich es ist, wenn ein
elektrischer Fensterheber während der Fahrt seinen Dienst einstellt.
Dieser Fehler kann viele Ursachen haben. Häufig liegt es am
Zusammenspiel der einzelnen Teilkomponenten. Ob die Elektronik mit
der Software des Fensterhebers unter bestimmten Bedingungen nicht
harmoniert, kann FunctionalDMU im Vorfeld simulieren. Die
Wahrscheinlichkeit einer einwandfreien Funktion beim fertigen Auto
wird dadurch deutlich erhöht. FunctionalDMU greift dabei auf die
Informationen der von den Fahrzeugkonstrukteuren verwendeten
Standardsoftware zurück. Das Echo aus der Automobilindustrie ist
dementsprechend positiv.
"Es ist wirklich beeindruckend, was die Forscher da auf den Weg
gebracht haben", sagt Stefan Deuling, Manager Virtual Engineering IT
von Opel. "Zukünftige Neuentwicklungen werden dadurch wesentlich
schneller, kostengünstiger und besser realisiert werden können."
FunctionalDMU wird auf der Hannover Messe 2009 in Halle 17 Stand
D60 präsentiert.
Fraunhofer IGD:
Als Einrichtung der angewandten Forschung entwickelt das
Fraunhofer IGD innovative Prototypen und vermarktungsfähige
Komplettlösungen nach kundenspezifischen Anforderungen.
Originaltext: Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
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