Die Informationstechnologie tritt erst jetzt in das Zeitalter der
Industrialisierung ein
Frankfurt am Main (ots) - Nur langsam reift die Einsicht,
bestimmte Prozesse zu automatisieren - dabei wird wertvoller
wirtschaftlicher Spielraum verschenkt
Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht laufen sehr viele
Prozesse in der Informationstechnologie noch nicht automatisch ab,
sondern müssen manuell angestoßen oder durchgeführt werden. "Die
Situation erinnert stark an die Entwicklung in der fertigenden
Industrie im 19. Jahrhundert, als ganz allmählich Maschinen in einer
Fabrik die Arbeitsschritte übernahmen, die zuvor in mühevoller
Handarbeit in kleineren Betrieben erledigt wurden", vergleicht
Hans-Christian Boos vom arago Institut für komplexes Datenmanagement
in Frankfurt am Main. "Die Unternehmen von heute begreifen nur
langsam, dass die Automatisierung an bestimmten Punkten im
Systembetrieb einen deutlichen Effektivitätsschub und eine erhebliche
Produktivitätssteigerung - und damit natürlich auch eine Verbesserung
der Wettbewerbsposition - zur Folge hat."
Die fehlende Automatisierung und die mangelnde
Wiederverwendbarkeit einmal erhobener Daten und bereits an anderer
Stelle etablierter Prozesse sei daneben auch ein Hauptgrund für
scheiternde IT-Prozesse. Bestätigung findet diese Ansicht in den
Ergebnissen einer Umfrage*, die arago im Rahmen der CeBIT unter
fünfzig Experten aus der IT-Branche durchgeführt hat. Mehr als ein
Viertel der Befragten sagte aus, dass "die größten Probleme bei
IT-Strukturen entstehen, weil viele Prozesse, die heute automatisch
ablaufen könnten, immer noch manuell vorgenommen werden müssen." In
engem Zusammenhang mit dieser Problematik steht die Tatsache, dass
die meisten IT-Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen, Maschinen
und Programme überhaupt in Betrieb zu halten und Fehler im System
aufzuspüren. Für 25 Prozent der befragten Branchenkenner ist dies der
Hauptgrund für die Probleme bei IT-Projekten.
Ein weiterer Grund hat erhebliche Konsequenzen unter anderem auch
für den wirtschaftlichen Spielraum eines Unternehmens. Laut
Hans-Christian Boos verschlingt die ineffiziente und unproduktive
Tätigkeit der Aufrechterhaltung des Systembetriebs so ganz nebenbei
nämlich rund siebzig Prozent des gesamten IT-Budgets. Geld, das bei
der Entwicklung neuer Ideen, Produkte und Dienstleistungen an allen
Ecken und Enden fehlt. "Auf diese Weise lassen sich unternehmerische
Ziele entweder gar nicht oder nur mehr schlecht als recht
realisieren, da quasi sämtliche geschäftliche Aktionen heute unter
Hinzuziehung von IT-Prozessen durchgeführt werden", bilanziert
Hans-Christian Boos.
* Die Studie ist im explorativen Bereich einzuordnen. Sie spiegelt
eine bestimmte Grundstimmung in der Branche wider und lässt aus
diesem Grund Rückschlüsse auf bestimmte Tendenzen zu.
Die arago AG (www.arago.de) mit Hauptsitz in Frankfurt am Main ist
mit seinen Produkten und Dienstleistungen Spezialist für hochkomplexe
und verteilte IT-Architekturen. Das Unternehmen verfolgt dabei das
Ziel, mit technischen Lösungen IT-gestützte Geschäftsprozesse
effizienter, kostengünstiger und sicherer zu gestalten. Dafür
entwickelt arago seit der Gründung im Jahr 1995 Lösungen und Services
für das Management vielschichtiger Anwendungen in Internet, Intranet
und Extranet. Das Leistungsspektrum reicht dabei vom automatisierten
und ITIL-konformen System- und Applikationsbetrieb bis hin zur
standardisierten Entwicklung geschäftsrelevanter Webanwendungen und
Portale. Zu den Kunden zählen insbesondere Banken und
Kapitalanlagegesellschaften, aber auch mit Betrieben aus der
Touristik-Branche, dem produzierenden Gewerbe und dem Einzelhandel
arbeitet arago seit langen Jahren erfolgreich zusammen.
Originaltext: arago - Institut für komplexes Datenmanagement AG
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