Der Preis der Linkpopularität / Gekaufte Links und andere
Manipulationen zwingen Google zum Handeln
Düsseldorf (ots) - Die Linkpopularität einer Website ist der
wichtigste Faktor für deren gute Platzierung bei Suchmaschinen. Sie
gibt an, wie viele Links von extern auf eine Website verweisen. Der
große Einfluss der "Linkpop" verleitet Webmaster, durch gekaufte
Links und Tricks die Linkpopularität zu steigern. Google geht dagegen
vor. Sogar die Überarbeitung des Suchalgorithmus steht zur
Diskussion.
Von Beginn an spielte bei Google die Linkpopularität für die
Bewertung von Websites eine wichtige Rolle. Bereits vor einigen
Jahren wurden deshalb Linkfarmen programmiert, mit Websites die nur
aus Hyperlinks bestehen und die Linkpopularität der Zielseiten
erhöhen sollen. Google hat jedoch inzwischen seinen Suchroboter so
programmiert, dass er Linkfarmen ignoriert.
Doch nicht nur die Anzahl der Links beeinflusst die
Linkpopularität, sondern auch deren Qualität. Verweise aus dem
thematischen Umfeld einer Website, werden höher bewertet als
branchenfremde. Besonders wertvoll sind Links von vertrauenswürdigen
Seiten wie Nachrichtenportalen oder Websites von öffentlichen
Einrichtungen. Gerade Universitäten wie beispielsweise die
Universität zu Köln platzieren auf ihrer Startseite Links auf externe
Webseiten und bekommen dafür Geld. Hier ist in den letzten Monaten
ein reger Handel entstanden. Doch gekaufte Verweise sind für Google
unter Umständen ein Verstoß gegen die Qualitätsrichtlinien. Der
Suchmaschinen-Marktführer ruft daher dazu auf, Websites mit bezahlten
Links zu melden, um seinen Suchalgorithmus zu verbessern.
(http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?answer=66736)
Bei Weblogs hat Google bereits gehandelt: Bislang galten Blogs als
vertrauenswürdig. Unseriöse Programmierer setzen Software ein, die
massenhaft Blog-Kommentare mit Links erzeugen. "Nach unserer
Beobachtung haben Weblogs durch diesen Link-Spam ihre hohe Relevanz
für die Linkpopularität einbüßen müssen", berichtet Christian Mauer,
Geschäftsführer der auf Suchmaschinen-Optimierung spezialisierten
SUMO GmbH.
Einige Experten vermuten sogar, dass Google die Zusammensetzung
seines Algorithmus grundlegend ändern wird und die Linkpopularität
als Maßstab am Ende sei. "Eine so tiefgreifende Änderung erwarten wir
nicht", glaubt Mauer. "Sicher jedoch werden die Suchdienste weiter
daran arbeiten, Manipulation zu unterbinden. Gekaufte Links könnten
bald schon ohne großen Einfluss auf die Linkpopularität sein und
entsprechende Verträge mit längeren Laufzeiten schlecht angelegtes
Geld. Wem an einer langfristig guten Platzierung liegt, sollte sich
streng an den Qualitätsrichtlinien der Suchdienste orientieren", fügt
Mauer hinzu.
Originaltext: Sumo GmbH
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